Tina Padovan

Ich wurde 1971 geboren und bin zur Zeit Mutter, Hausfrau und Westerntrainerin. 

Meinen ersten Kontakt mit Pferden hatte ich mit 10 Jahren. Gemeinsam mit meiner Freundin verbrachte ich den Sommer auf dem Bauernhof ihrer Verwandten. Ihre Cousine hatte ein Pony, das wir reiten durften. Und obwohl das Pony mit mir durchging und ich ein wenig Angst hatte, wurde ich in der Zeit von dem Pferde-Virus erfasst, der mich bis heute nicht losgelassen hat...

Begonnen habe ich im klassischen Reitstil. Damals gab es noch kaum Möglichkeiten einen anderen Reitstil zu erlernen. Mein Schwerpunkt lag auf der Dressur, da mir das enge Zusammenspiel mit dem Pferd sehr gut gefiel.

Es war damals jedoch schwer, einen Reitlehrer zu finden, der mir passte. Mich interessierte nicht nur die Technik, sondern vor allem die Frage nach dem Warum: „Warum mache ich es so?“ oder „Warum reagieren verschiedene Pferde so unterschiedlich auf den gleichen Umgang mit ihnen?“

Leider blieben diese Fragen bei meinen Reitlehrern der klassischen Reitschule meist unbeantwortet...

Nach meiner Ausbildung zur Krankenschwester kaufte ich mein erstes Pferd: Uranus, ein 172 Stockmass grosser Holsteinerwallach.

Von einer Freundin erfuhr ich zum ersten Mal vom Westernreiten. Sie war es auch, die mich zu einer Schnupperreitstunde ermutigte. Ich war vom ersten Augenblick begeistert von diesem ganz anderen Umgang mit dem Pferd beim Westernreiten. Vor allem die Zielsetzung, mein Pferd später in allen Manövern völlig zügelunabhängig reiten zu können, gefiel mir sehr. Ein weiterer Pulspunkt ist die Vielfalt an Disziplinen, in der jedes Pferd - unabhängig von Rasse und Temperament - die Möglichkeit hat, seine Stärken an den Tag zu legen und auszubauen.

Als mir die Trainerin dann auch noch einige meiner Fragen beantworten konnte, war ich überzeugt und wusste, ich hatte „meinen Reitstil“ gefunden: das Westernreiten.

Meine erste und wichtigste Lektion war, dass eine gute Verbindung zwischen Mensch und Pferd die Grundlage für alles Weitere darstellt. Nur mit einer guten Basis ist ein Weiterkommen möglich – egal in welcher Reitweise! Ein Pferd hat nun mal immer vier Beine und es reagiert so, wie es ihm als Flucht und Herdentier möglich ist. Nur wenn das Vertrauen und der Respekt des Pferdes gewonnen werden kann, ist ein stressfreier Umgang für Mensch und Tier möglich. Das habe ich schnell gelernt. Aus diesem Grund ist auch die Bodenarbeit ein ständiger Bestandteil im Umgang mit meinen Pferden. So können wir das gegenseitige Vertrauen immer wieder stärken und ausbauen. 

1994 genoss ich einen 6-monatigen Aufenthalt in den USA in einem Western-Trainingsstall.

1996 und 2000 kamen meine Töchter zur Welt. Während dieser Zeit bis ca.2003 blieb der sportliche Teil des Reitens leider etwas auf der Strecke. Dafür genoss ich - so oft es ging - gemütliche Ausritte, wobei mir die ruhige Westernreitweise sehr entgegen kam.


Meine Ausbildungen:

Westerntrainer-C / SVPS seit 2008
J+S Leiter seit 2008
Brevet-Kurs-Leitung und Brevet B-Richterin
SWRA Westerntrainer B seit 2010